Bauen und Wohnen in Gemeinschaft
Ökologisches und soziales Wohnen, also Nachhaltigkeit in Wohnungsbau und Stadtentwicklung, lässt sich in besonderem Maße in sog. „Wohnprojekten“ umsetzen, die mit viel Engagement gemeinsam von BürgerInnen entwickelt werden. Solche selbstbestimmten und gemeinschaftsorientierten Wohnformen bieten viele Vorteile:
Sie können sich Ihre eigenen Nachbarn wählen, mit denen Sie wohnen wollen und diese schon in der Planungsphase gut kennen lernen. Selbstorganisierte Nachbarschaften erleichtern den Alltag jedes Bewohners und verhindern Isolation oder Ghettobildung.
Sie können bei der Gestaltung Ihrer Wohnung und Ihres Wohnumfeldes mitreden und sich Ihre individuellen Wünsche erfüllen.
Als Mieter in einem Wohnprojekt genießen Sie eine hohe Wohnsicherheit und sind keinen Spekulationen Dritter ausgesetzt.
Sie können in der Gemeinschaft selbst die Spielregeln mitbestimmen und auch damit Ihre Wohnzufriedenheit erhöhen.
Nicht zuletzt ist gemeinschaftliches Bauen und Wohnen meist kostengünstig, so dass man auch mit „kleinem Geldbeutel“ adäquaten Wohnraum finden kann.
Immer mehr Menschen interessieren sich deshalb für Alternativen zum anonymen und fremdbestimmten Wohnen und es entstanden in den letzten Jahren in ganz Deutschland zahlreiche Wohnprojekte. Einen Überblick und eine „Wohnprojektbörse“ bietet das „Netzwerk Wohnprojekte“.
Bei der Gründung eines Wohnprojektes sind nicht nur bautechnische, sondern vor allem auch soziale, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Der Verein „Urbanes Wohnen“ bietet deshalb seit 1996 Interessierten eine regelmäßige Beratung.
Viele der im Münchner Raum bereits existierenden Projekte sind offen für neue Mitmacher und bieten, je nach Ihren persönlichen Bedürfnissen, unterschiedliche Schwerpunkte an.
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