Biosiegel-Chaos?

Datum der Veranstalltung: 
Dienstag, 19 Juli, 2016 - 19:00 bis 21:00

Ort: IBZ Inter.Begegn.zentrum d. TUM, Amalienstr.38

aus der Veranstaltungsreihe: “Ökologische Landwirtschaft und Ernährung”, in Kooperation mit SlowFood e. V. Deutschland, Convivium München

Die Süddeutsche Zeitung, 10.03.2016, hat es jetzt endlich ganzseitig offenkundig gemacht, das „Wirrwarr der Öko-Siegel“ rund um „Bio“!!!!

Doch bei näherem Hinsehen zeigt sich: Es gibt kein Wirrwarr, die SZ redet es (leider) herbei.

Es gibt in der Tat diverse, sich in den Qualitätsversprechen unterscheidende (Bio-)Siegel. Wer eine faire Biomilch aus der Region kaufen möchte, muss nach Produkten mit drei Siegeln Ausschau halten: „Bio“, „Regio“ (oder so ähnlich), „Fair“. Das ist kein Wirrwarr, sondern der Versuch der Konsumenten-Ertüchtigung. Es gibt nämlich keine „Rundum-sorglos-Siegel“.

Dass sich dann Firmen mit Marken-Logos dazwischenklemmen, um für sich Werbung zu machen, ist „Bio“ nicht anzulasten.

Anlass des SZ-Artikels ist die Einführung eines neuen „bayerischen Ökosiegels“ in zwei Ausprägungen; es soll die Qualitätskriterien aus dem EU-Bio-Siegel mit dem Regionalprädikat „Bayern“ verbinden. Ob das sinnvoll ist, soll diskutiert werden.

Wir haben für je ein Impulsreferat eine sehr kundige Referentin aus dem Bereich Verbraucherschutz und dem für das neue Logo zuständigen Bayerischen Landwirtschaftsministerium eingeladen; für die anschließende Podiumsdiskussion zusätzlich einen Vertreter von „Unser Land“ sowie von ABCERT, einem staatlich zugelassenen Zertifizier-Unternehmen.

Referenten:

– Jutta Saumweber, Ernährungsexpertin, Verbraucherzentrale Bayern
– Dr. Michael Lüdke, Bay. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
– Nikolaus von Doderer, Geschäftsführer UNSER LAND GmbH
– Günter Blodig, Abteilung Landwirtschaft, ABCERT AG