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Verwerten statt Verbrennen

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das den Umgang mit Müll und Abfällen in Deutschland regelt, wird derzeit überarbeitet. Der Gesetzentwurf zeigt, dass die energetische Verwertung (d.h. das Verbrennen von Rohstoffen zur Strom- oder Wärmegewinnung) mit dem Recycling gleichgestellt werden soll. Der Hintergrund ist, dass die vielen Müllverbrennungsanlagen in Deutschland ausgelastet werden müssen. Besser wäre es, der Vermeidung und dem Recycling von Abfällen in Zukunft eindeutig Vorrang zu geben und gesetzlich zu regeln. Der Naturschutzbund Deutschland hat deshalb eine Petition zur Einführung der Wertstofftonne eingereicht.

Filmpremiere - Water Makes Money

Der Weltwassermarkt ist hart umkämpft. Global-Player wie die französischen Konzerne Veolia und Suez und die um ihre Finanzprodukte gescharte Banken- und Beraterwelt betreiben eine schleichende Enteignung der Wasserversorgung aus kommunaler Verantwortung. Beispiel Veolia: In Deutschland hat es der Weltkonzern in kürzester Zeit geschafft, zum größten Versorger im Trink- und Abwasserbereich aufzusteigen. Z.B. Braunschweig: Für den Erwerb der Abwasseraufbereitung wendet Veolia keinen Cent auf. Der „Kaufpreis" und die Investitionen werden mit Krediten der Nord LB und der "Pleitebank" Dexia finanziert - rückzahlbar mit Zins und Zinseszins von Braunschweigs Bürgern.

Münchner Leitlinie: Bauen, Gebäude, Stadt

Wie sieht das ideale Haus im postfossilen Zeitalter aus? Wie können Stadtplaner und private Hausbauer den Anforderungen des Klimaschutzes Rechnung tragen? Wie eine zukunftsfähige Stadtentwicklung für München aussehen könnte diskutieren Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Peter Dürr, John F.C. Turner und Francisco Whitaker Ferreira. Am heutigen Dienstag, den 21. September 2010 um 19 Uhr im Carl-Orff-Saal des Gasteig. Eintritt: 7 € Ein Chat findet diesmal leider nicht statt. Weitere Informationen unter: http://www.klimaherbst.de/

quergedacht - Der Sojawahn

Soja hat an Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Pflanze ist vielversprechend: Mit ihr ernähren wir uns gesund, füttern wir unsere Nutztiere, betanken wir unsere Autos. Also alles bestens, oder? Norbert Suchanek ist in der Reihe quergedacht des oekom-Verlages den Versprechen der Sojapflanze auf den Grund gegangen. Das Ergebnis ist bedenklich. Vermehrter Sojaverzehr ist für die menschliche Gesundheit keineswegs förderlich: so steht Soja zunehmend im Verdacht, neue Allergien auszulösen, den Hormonhaushalt von Kleinkindern nachhaltig zu stören oder bei Frauen in den Wechseljahren das Tumorwachstum zu begünstigen. Der Einsatz als Futtermittel und als Grundstoff für Biosprit zieht intensiveren Anbau nach sich.

Guerilla-Gardening

Am 10. August fand im Biergarten der Muffathalle eine Diskussion zum Thema Landnutzung - Grün in der Stadt. Mit dabei waren die Guerilla-Gärtnerin Silvia Gonzalez (Green City), die Soziologin Christa Müller (anstiftung & ertomis), Florian Otto (Agropolis) und der Boden-Historikers Frank Uekötter, (Rachel Carson Centers).

Münchner Leitliniendebatten - Landnutzung

"Bodenlos? – Guerilla-Gardening, Urbaner Anbau und die neue Grünbewegung" Öffentliche Diskussion und Web-TV-Streaming am 10. August 2010 um 20 Uhr im Biergarten der Muffathalle (bei Regen in der Muffathalle) mit Christa Müller (anstiftung & ertomis) Frank Uekötter (Rachel Carter Center) Silvia Gonzalez (Green City) Werner Hasenstab (Planungsreferat) Überall entwickeln sich neue Formen urbaner Landwirtschaft: Interkulturelle Gärten, Community Gardens, City Farms, Nachbarschaftsgärten, Kinderbauernhöfe oder auch Guerilla Gardening. München hat zwar viele Grün- und Freiflächen, ist aber eine der dichtbesiedelsten Großstädte in Deutschland. Deshalb gibt es für einen Teil der Bevölkerung einen Mangel  an nutzbaren Flächen für Freizeit und Erholung in ihrer Nähe.